Informationen zu Vegas, meinem Seelenpferd
Erfahre, was Vegas für mich so besonders macht und wie er meine Seele berührt hat. Diese Seite erzählt Geschichten über meine Zeit mit Vegas und die Abenteuer, die wir erlebt haben. Alles was du hier findest ist echt und ungeschminkt!

Die Magie eines Seelenpferdes Vegas
Grenzen überwinden und Liebe erfahren

Geschichten, die das Herz berühren
In diesen Geschichten geht es darum, meine eigenen Grenzen zu erkennen, über mich hinauszuwachsen und die bedingungslose Liebe zu erleben, die nur ein Seelenpferd geben kann. Ich wünsche dir, dass auch du dein Seelentier triffst und es dein Leben bereichert.
Kapitel 1 Von der Gerte zu meinem Seelenpferd - Vegas
Eigentlich stand an diesem Tag gar nicht auf meinem Plan, ein Pferd zu kaufen. Ich war im Reitsportgeschäft und wollte eine neue Gerte kaufen, mehr nicht. Doch wie das so oft ist, hatte das Schicksal andere Pläne mit mir. Die Verkäuferin meinte zu mir, ob ich nicht einen Araber haben möchte. Sie hätte da einen Kontakt von einem Fohlen, ziemlich wild und in einem schlechten Zustand. Sie fragte mich, ob ich mich nicht diesem armen Wesen annehmen könnte.
Ein Seufzen durchfuhr mich und eh ich mich versah, hatte ich die Adresse mit der Telefonnummer in der Hand. Ich kaufte meine Gerte und meinte, dass ich vielleicht mal bei diesem Fohlen vorbeischaue. Nun glaube ich ja daran, dass nichts ohne Grund passiert und genau das bestätigte sich eine halbe Stunde später.
Wie es das Schicksal wollte, lag der Stall auf meinem Weg nach Hause. Mein Instinkt und meine gute Seele für „arme Tiere“ sorgte dafür, dass ich am Stall mein Auto parkte. Ich klingelte und herauskam ein liebevoller Mann und meinte, dass die Verkäuferin vom Reitsportgeschäft schon angerufen hätte.
Das Schicksal arbeitete wirklich sehr zuverlässig, musste ich mir eingestehen.
Der Mann sah mich verzweifelt an und meinte, er würde mir gerne das Pferdchen zeigen, aber er hätte Angst, die Tür zu öffnen, denn das Fohlen wäre sehr wild. Ich könnte ja erst einmal, durch das Fenster schauen. Da stand ich jetzt, zwischen, soll ich umdrehen und wieder fahren, oder gebe ich dem Pferd eine Chance?
Natürlich wählte ich die Chance, ich war ja schließlich nun schon mal hier. Der Mann führte mich zu einem kleinen Stall, der voll verriegelt war und öffnete von außen die Fensterläden aus Holz. Ich schluckte und versuchte nicht vor Zorn zu weinen oder unverschämt zu werden. Was ich sah, war ein kleines Fohlen, sehr mager und im dunkeln Stall eingesperrt, der auch noch viel zu klein für ihn war!
Für euch kann ich an dieser Stelle gar nicht in Worte fassen, was mir alles durch den Kopf schoss. Ich fragte, ob es nur die Tür vorne zum Hof gäbe. Der Mann sagte mir, es gäbe noch eine Tür hinten, die direkt zu einer kleinen Wiese hinter dem Stall führt. Für diese Tür entschied ich mich und machte sie so auf, dass ich direkt, geschützt hinter der Tür stand, da ich ja nicht wusste, was mich erwartet, wenn dieses kleine Wesen herauskommt.
Kaum hatte ich die Tür geöffnet, stürmte ein wieherndes, bockendes, im Galopp flüchtendes Fohlen an mir vorbei. Voller Energie drehte der Kleine seine Runden und präsentierte sich erhaben in seiner ganzen Pracht vor mir. Wow, welch eine Anmut, ich sah ihn plötzlich vor meinem inneren Auge in voller Schönheit, gut genährt, mit glänzendem Fell und kräftigen Muskeln, mit mir eine Wiese entlang galoppieren. Genau das war er - "Vegas - Mein Seelenpferd!"
Zwei Tage später zog Vegas bei mir ein und begleitete mich sehr viele lange Jahre. Wie es mit uns weiter geht, welche Abenteuer wir zusammen erlebten, erzähle ich euch nach uns nach.
Kapitel 2 – Die ersten Tage mit Vegas
Vegas – ein roher Diamant, wie man ihn selten findet. Schon in den ersten Tagen spürte ich, dass in ihm etwas ganz Besonderes schlummerte. Seine Augen waren wach und neugierig, sein Geist voller Energie – aber in seiner Seele lag ein tiefer Schmerz, der alles überlagerte. Er war wie ein junger Sturm, ungestüm und unberechenbar, und gleichzeitig so zerbrechlich, dass schon ein falscher Blick ihn verunsichern konnte.
Wenn ich ihn ansah, hatte ich das Gefühl, in zwei Welten zu blicken – eine wilde, freie Seele, die sich nach Leben sehnte, und eine verletzte, die kaum wagte, zu vertrauen. Er war neugierig auf alles, was ihn umgab, und doch wich er bei jeder schnellen Bewegung zurück, als fürchte er, wieder enttäuscht zu werden.
Unser erster Spaziergang mit der langen Longe war ein kleines Abenteuer. Vegas nahm jede Kleinigkeit wahr – jedes Rascheln, jeden Windhauch, jedes Geräusch. Er blieb stehen, hob den Kopf und sog die Luft tief ein, als wollte er die ganze Welt in sich aufnehmen. Dann sprang er zur Seite – wegen einer kleinen Pflanze, die sich im Wind bewegte! – und ging im nächsten Moment mutig und völlig selbstverständlich an einem riesigen Traktor vorbei. Es war, als hätte er einen siebten Sinn für das, was wirklich gefährlich war, und für das, was nur Schein war.
In diesem Moment wusste ich: Dieses Pferd wird uns viel lehren. Er würde uns zwingen, noch bewusster zu werden, noch ehrlicher, noch feinfühliger. Ich spürte tief in mir, dass wir mit ihm eine ganz besondere Verbindung leben würden – eine, die nicht aus Kontrolle, sondern aus Vertrauen wachsen würde.
Doch bis dahin war es ein weiter Weg. Vegas wieherte und rief ununterbrochen, sobald er draußen war. Es klang, als würde er seine Familie suchen, als wolle er sagen: „Wo seid ihr? Warum bin ich allein?“ Jedes Mal ging mir dieses Rufen durchs Herz. Ich wusste, wir mussten ihm zeigen, dass er jetzt sicher war, dass er angekommen war – und dass Nähe nichts Bedrohliches mehr bedeutete.
Also verbrachten wir so viel Zeit wie möglich mit ihm. Stundenlang stand ich bei ihm, sprach leise, gab ihm Möhren, versuchte, einfach da zu sein. Nach gefühlten zehn Kilo Möhren beschloss ich am dritten Tag, ihn endlich zu putzen. Ein vermeintlich kleiner Schritt – und doch ein riesiges Abenteuer.
Anbinden? Undenkbar! Kaum spürte er das Seil, bekam er Panik, zerrte, warf sich fast zurück. Die Putzbürste? Ein wahres Monster in seinen Augen. An die Beine fassen? Keine Chance. Seine ganze Körpersprache schrie: „Bitte, fass mich nicht an!“ Und so blieb mir nichts anderes, als wieder loszugehen – spazieren, ruhig, ohne Zwang, ohne Druck.
Wir übten einfache Kommandos: Stehen. Gehen. Bleiben. Und langsam begann er, sich an meiner Seite zu orientieren. Noch tanzte er manchmal wie beim Wiener Walzer um mich herum, aber ich merkte, wie er begann, mir zuzuhören.
Ich fasste einen Entschluss: Die nächsten zwei Wochen würde ich nichts anderes mit ihm tun als spazieren gehen – jeden Tag. Keine Erwartungen, kein Training, nur Begegnung. Routine, Vertrauen, Zeit. Ich wusste, dass darin die wahre Magie lag – im schlichten, stillen Zusammensein, Schritt für Schritt, Herz an Herz.
Kapitel 3 – Vertrauen wächst in kleinen Schritten
Vierzehn Tage sind vergangen – und was soll ich euch sagen: Die Putzbürste hat ihren Schrecken verloren. 🎋
Ich bin mittlerweile Stammkundin beim Möhrenverkäufer auf dem Markt, und ich glaube, selbst er kennt inzwischen den Namen Vegas. Es ist, als würde jede Karotte, die ich kaufe, ein kleiner Baustein seines Vertrauens werden.
Vegas hatte begonnen, die Welt mit anderen Augen zu sehen – und besonders die Menschen. Doch was mir sofort auffiel: Kindern begegnete er auf eine ganz andere Weise als Erwachsenen. Offen. Ehrlich. Voller Vertrauen.
Er schien zu wissen, dass Kinder eine besondere Sprache sprechen – die Sprache des Herzens. Sie tragen ihre Seele noch ungeschützt nach außen, unverstellt, rein. Und vielleicht war es genau das, was Vegas spürte.
Meine Töchter, Natascha und Alisha, spielten dabei eine ganz besondere Rolle. Wenn sie bei ihm waren, war er wie ausgewechselt – ruhig, aufmerksam, fast zärtlich. Er beobachtete jede ihrer Bewegungen, jedes Lachen, jedes Flüstern. Es war, als würde er ihnen direkt in die Seele schauen.
Eines Abends kam mir die Idee, mich selbst ein wenig zurückzunehmen. Zu Hause sprach ich mit den Mädchen über meinen Plan: Ich würde vorne bei Vegas stehen, ihn beruhigen, falls er unsicher würde – und die beiden sollten versuchen, ihn zu putzen.
Am nächsten Tag setzten wir es um. Ich hielt sanft seine Halfter, sprach leise mit ihm, und Natascha und Alisha begannen mit der Bürste.
Und was geschah, war fast magisch. Vegas stand still. Kein Zucken, kein Ausweichen. Jede Berührung der Kinder ließ er zu – als würde er sie willkommen heißen. Seine Augen wurden weich, sein Atem ruhig. Er sog jede Geste auf, als hätte er genau darauf gewartet. Nur die Beine blieben noch ein sensibles Thema, aber das war in Ordnung. Vertrauen braucht Zeit.
Von diesem Tag an war das tägliche Putzen keine Prüfung mehr, sondern ein Ritual. Stück für Stück wich die Anspannung aus seinem Körper, und an ihre Stelle trat Neugier und Wohlgefühl.
Vegas wurde nach wie vor nicht angebunden – das Seil war für ihn immer noch eine unsichtbare Bedrohung. Ich wusste, ich musste hier einen neuen Weg finden. Kein Zwang, keine Konfrontation. Nur Geduld.
Und während ich ihn so beobachtete, fragte ich mich oft: Warum gerade Kinder?
War es ihr reines Herz? Ihr ehrliches Sein, ohne Masken, ohne Erwartungen?
Oder spürte er einfach, dass die Erwachsenen diejenigen waren, die ihn einst enttäuscht hatten?
Ich wusste es nicht. Aber ich wusste, dass in dieser Verbindung zwischen Vegas und meinen Töchtern eine stille Wahrheit lag – eine, die Worte kaum erfassen können.
Eins jedoch war sicher: Das Eis war gebrochen.
Vegas begann uns zu begrüßen, jedes Mal, wenn wir in den Stall kamen – mit einem freudigen Wiehern, als würde er sagen: „Da seid ihr ja endlich!“
Er senkte den Kopf, ganz nah zu uns, und atmete tief unseren Duft ein, fast prüfend, als wolle er sichergehen: „Ja, ihr seid es wirklich.“
Von da an genoss er das Putzen sichtlich. Er stand ruhig da, schloss manchmal sogar die Augen.
Mähne nach rechts gekämmt, Mähne nach links gekämmt, dann doch geflochten – Fell gestriegelt, bis es glänzte wie Seide. Und natürlich: haufenweise Möhrchen.
So wuchs das Vertrauen – nicht in großen Sprüngen, sondern in kleinen, feinen Momenten.
In jedem Atemzug, jedem sanften Blick, jeder Karotte, die mit Liebe gegeben wurde.
Vegas begann, wieder an das Gute zu glauben. Und wir lernten, wie still und zart Heilung wirklich sein kann. 🌾
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